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Lichtallergie


Unter einer Lichtallergie wird eine fotoallergische Reaktion von durch Sonnenlicht bestrahlten Hautpartien verstanden, welche durch Umwelteinflüsse, Kosmetika oder Medikamente (z.B. durch manche Antibiotika im Zusammenhang mit Milchkonsum und Sonneneinstrahlung, siehe auch Medikamentenunverträglichkeit) verursacht werden kann.

Die mundartlich als Sonnenallergie bezeichnete Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonneneinstrahlung ist hingegen keine photoallergische Reaktion, da diese Erkrankung sich ohne Einfluss des Immunsystems entwickelt, sondern auf einer krankhaften Sensibilität der Haut gegen UV-A - Strahlung beruht

Weitere nichtallergische Reaktionen sind fototoxische Erkrankungen der Haut, welche durch eine Exposition der Haut mit Pflanzenstoffen, Kosmetika oder Arzneimitteln (auch rein pflanzlichen) im Zusammenhang mit einer Sonnenbestrahlung entstehen.

Alle vorgenannten Erkrankungen haben Auswirkungen in Form von sonnenbrandähnlichen Infektionen der Haut oder heftig juckenden Pustelherden gemeinsam.



Welche Hautreaktionen können auftreten?


Durch Sonneneinstrahlung verursachte Hautreizungen oder fotoallergische Reaktionen der Haut ähneln sich derart, dass eine Unterscheidung der verschiedenen zugrundeliegenden Erkrankungen für einen Laien unmöglich ist.

Ihr behandelnder Arzt wird bei einem Verdacht auf eine Lichtallergie möglicherweise einen Photo-Patch-Test durchführen lassen, um fotoallergische Reaktionen und deren verursachendes Allergen festzustellen. Oft treten Hautreaktionen in Form von Kontaktekzemen auf, welche durch einen Hautkontakt mit Kosmetika, Sonnencremes oder reizenden Pflanzenstoffen entstehen.

Auch eine Exposition der Haut mit Modeschmuck, also bekannten Allergieauslösern wie Nickel oder Chrom, kann eine allergische Reaktion der Haut im Zusammenspiel mit einer UV-A - Bestrahlung auslösen.

In manchen Fällen können die Hautirritationen bzw. Hauterkrankungen auch einen chronischen Verlauf nehmen. Auch aus diesem Grund ist eine Behandlung durch einen Hautarzt unvermeidlich!


Wie wird therapiert?


Je nachdem, welche durch Sonnenlicht verursachte Hauterkrankung Ihr Arzt feststellt, kommt eine Medikamenten-Bandbreite zwischen milden Hautpflegeprodukten und Antihistamin- oder Kortisonprodukten zur äusseren bzw. inneren Anwendung.

Bei Lichtallergien, Kontaktekzemen und fototoxischen Erkrankungen ist eine Vermeidung der ursächlichen Allergene für Ihre Gesundung unumgänglich!


Wie kann ich Hautreizungen durch die Sonne vermeiden?


  • Verzichten Sie konsequent auf Freibad- und Strandbesuche, auf Sonnenbäder, Solarienbesuche und auf eine direkte Sonnenexposition unbedeckter Hautpartien über einen Zeitraum von mehr als 30 Minuten über den Tag verteilt (nie mehr als 5 Minuten je Exposition, abhängig von der Stärke des örtlichen UV-Indexes auch weniger).
  • Tragen Sie - auch im Sommer - keine Sommerkleidung. Kaufen Sie weite, lange und luftige Kleidung für die sonnenreichen Jahreszeiten oder für Ihren Urlaub, tragen Sie schicke Kopfbedeckungen, im Zweifel zeigen Sie Individualismus und tragen Sie einen Sonnenschirm mit sich. Vermeiden Sie Ihrer Gesundheit zuliebe in jedem Fall eine übermässige Sonneneinstrahlung auf Ihre unbedeckte Haut.
  • Um ungeschützte Hautpartien vor UV-A - Strahlung zu bewahren, fragen Sie im Fachhandel nach auf Zinkoxid oder Titandioxid basierenden Sonnenschutzmitteln, welche die Haut nicht chemisch beeinflussen, sondern auf der Hautoberfläche eintrocknen und das Sonnenlicht aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften reflektieren.
  • Eine fotoallergische Reaktion kann auch über eine Sonneneinstrahlung auf Ihre Augen stattfinden. Tragen Sie bei Sonnenschein im Freien immer eine starke Sonnenbrille!
  • Lesen Sie bei neuen Medikamenten bei einer bekannten fotoallergischen Empfindlichkeit immer zuerst aufmerksam die Packungsbeilage - besonders bezüglich möglicher Nebenwirkungen bei einer bestehenden Lichtüberempfindlichkeit. Dies gilt insbesondere für Antibiotika im Zusammenhang mit Milchkonsum und einer nachfolgenden Sonnenexposition oder einem Solariumgang.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker zu Ihrer Erkrankung beraten und informieren Sie neue behandelnde Ärzte über eine bestehende Lichtallergie, insbesondere wenn diese nach der Einnahme bestimmter Medikamente auftritt.



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