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Allergisches Asthma


Das allergische Asthma hat ebenso viele mögliche Ursachen wie mögliche Tipps und Techniken bestehen, um die Auswirkungen des Asthmas einzudämmen. Oft bedarf es einiger Versuche und auch einiger Selbstdiziplin, um herauszufinden, welche Tipps die richtigen für Ihre persönliche Allergiesituation sind.

Wichtig ist, dass eine einmal gefundene Strategie zur Verbesserung Ihrer Lebenssituation in Zukunft auch konsequent eingehalten wird.



Welche Faktoren können mein Asthma beeinflussen?


Hier sind zunächst die eigentlichen Auslöser Ihres allergischen Asthmas zu nennen. Ihre Erkrankung kann eine Auswirkung der nachfolgend genannten Allergien sein, kann aber auch durch andere Faktoren beeinflusst werden.

Allergische Grunderkrankungen, die ein allergisches Asthma zur Auswirkung haben können:

Faktoren, die ein allergisches Asthma negativ beeinflussen können:
  • Hustenreiz durch starke oder reizende Gerüche, wie Parfum, Haarspray, chemische Emissionen oder Reinigungsmittel
  • Ozonüberempfindlichkeit
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • feuchte Kälte
  • Tabakkonsum
  • regelmässiger Alkoholkonsum
  • Stressfaktoren wie Angst oder Überforderung
  • ungesunde Lebensführung mit falscher bzw. einseitiger Ernährung und zuwenig Bewegung
  • hohes Übergewicht
  • Depressionen
  • Vorerkrankungen der Lunge
  • akute Bronchitis
Faktoren, die ein allergisches Asthma positiv beeinflussen können:
  • eine für Sie optimale Medikamenteneinstellung, z.B. mit bronchienerweiternden Arzneien, Antihistamin- oder Kortisonpräparaten. Diese kommen zur inneren Anwendung oder werden - zumeist - mit Hilfe eines Aerosoldosierers direkt in die Lunge eingeatmet.
  • ein Wechsel zu einer positiven, bewussteren Lebensführung
  • Änderungen in der persönlichen Lebenssituation, wenn diese bisher eher negativ beurteilt wurde, also z.B. Umzug in ein besseres Klima oder einen Jobwechsel
  • regelmässige, aktuelle Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken, um den Ausbruch einer Bronchienentzündung zu vermeiden
  • konsequenter Tabakverzicht
  • kein oder nur geringfügiger Alkoholkonsum
  • Stressabbau
  • die häufige Anwendung (sofern Sie diese vertragen!) von Nahrungsmitteln wie Ingwer, Chilie, Knoblauch, Zwiebeln oder Currymischungen. Diese Lebensmittel haben die Eigenschaft, das in der Lunge haftende Sekret zu lockern und zu verflüssigen
  • bei vorhandenem Übergewicht: langsamer treten und abnehmen!
  • regelmässig und viel trinken!
  • eine niedrige Luftfeuchtigkeit
  • trockene Wärme oder Kälte
  • regelmässige Aufenthalte in Salarien oder Sole-Inhalationen


Wie kann ich mein Asthma kontrollieren und messen?


Ihre Lungenfunktion ist ein wichtiger Leistungsfaktor Ihres Körpers, da über die Lunge der Gasaustausch im Körper stattfindet. Sie benötigen das Organ Lunge also nicht nur für die eigentliche Sauerstoffversorgung Ihres Körpers, sondern auch, um gasförmige Stoffwechselprodukte wie Kohlendioxid aus dem Körper zu entfernen.

Dieser Gasaustausch - und damit die Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge - ist über den sogenannten 'Peak-Flow' messbar. Fragen Sie Ihren Arzt, ob die regelmässige Messung Ihres Peak-Flows medizinisch indiziert ist, und ob Ihre Krankenkasse die Anschaffung eines Messgeräts finanziert.

  • Führen Sie ein Asthma-Tagebuch. Dies ermöglicht Ihnen, Zusammenhänge über einen längeren Zeitraum zu erkennen
  • Messen Sie (sofern Sie ein Gerät zu Ihrer Verfügung haben) mehrfach täglich den Peak-Flow-Wert Ihrer Lunge und protokollieren Sie die Werte in Ihrem Asthma-Tagebuch
  • wenn der Peak-Flow deutlich unter dem aktuellen Bestwert liegt, denken Sie nach, woran das liegen könnte. Was haben Sie gegessen und getrunken. Welches Wetter liegt vor? Welche Luftfeuchtigkeit? Notieren Sie Ihre Überlegungen regelmässig in Ihr Asthma-Tagebuch, damit Sie aus den notierten Daten im Laufe der Zeit Rückschlüsse bezüglich Ihrer Erkrankung ziehen können
  • messen Sie den Peak-Flow regelmässig jeweils eine halbe Stunde vor und nach einer Medikamenteneinnahme. Wenn sich die Werte nach der Arzneimitteleinnahme nicht wesentlich verbessern, sollten Sie Ihren Arzt bitten, diese Erkenntnis zu überprüfen und Ihre Medikamention gegebenenfalls zu überdenken


Wie vermeide ich die Verursacher meiner Erkrankung?


Da zahlreiche für Ihr allergisches Asthma ursächliche allergische Grunderkrankungen in Frage kommen, sind die nachstehenden Tipps der jeweiligen allergischen Erkrankung zugeordnet. Die Verursacher Ihrer Beschwerden kennen Sie nach einem von Ihrem Hautarzt durchgeführten Allergie- oder Provokationstest.

  • Hausstauballergiker: Vermeiden und entfernen Sie Staubfänger wie Gardinen, Teppiche, Decken, Kissen, offene Regale oder Polstermöbel. Diese sind die wahre Milbenzuchtfarmen und sollten von jedem Allergiker vermieden werden. Flache, harte Böden wie Laminat-, Stein-, Parkett-, Fliesen- oder Kunststoffbeläge sind optimal für den gegen Hausstaub empfindlichen Allergiker. Die Böden sollten häufig gewischt werden!
  • Tierhaarallergiker: Auch wenn es schwerfällt - überlegen Sie ernsthaft, Ihr Haustier in gute, liebevolle Hände wegzugeben. Beachten Sie auch, dass Nagetiere und Katzen stark allergen sind, während Haustiere wie z.B. Hunde kaum durch allergene Belastung auffallen. Hier finden Sie wichtige Tipps zum Thema Tierhaarallergie
  • Nahrungsmittelallergiker Versorgen Sie sich mit möglichst viel Informationen zu 'Ihrem' Allergen. In welchen Lebensmitteln ist dieses Allergen vorhanden? Wie sind diese Inhaltsstoffe deklariert? Wie erkenne ich diese Inhaltsstoffe, wie muss ich danach fragen, damit das Verkaufspersonal in meinem Supermarkt auch versteht, worum es mir geht? Übertreiben Sie ruhig ein wenig (z.B.: 'Wenn da Erdnüsse drin sind, könnte ich daran sterben ... sind Sie ganz sicher?'). Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse nach der Möglichkeit, an einem Ernährungsseminar teilzunehmen oder einen Ernährungsberater zu konsultieren
  • Medikamentenallergiker Viele Arzneimittel können allergisches Asthma auslösen (siehe Medikamentenunverträglichkeit). Besonders achten sollten Sie auf Wirkstoffe von Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol. Auch manche Rheumamittel können ein allergisches Asthma auslösen
  • Insektengiftallergiker Ein Insektenstich kann weder vorhergesehen noch in jedem Fall bewusst vermieden werden. Nachdem ein Stich mit einem für Ihren Körper allergenen Insektengift lebensbedrohlich für Sie sein kann, müssen Sie Ihr Leben so einstellen, dass Sie in jeder denkbaren Situation immer Ihr Notfallmedikament griffbereit haben. Sie sollten auch stets einen entsprechenden Allergiepass mit sich führen
  • Pollenallergiker Informieren Sie sich täglich über die Pollenflugvoraussage der Sie betreffenden allergenen Pollen. Tipps zur Vermeidung einer Exposition mit allergenen Pollen finden Sie hier
  • Schimmelpilzallergiker Vermeiden Sie konsequent jeden Kontakt mit Schimmelpilzsporen. Merzen Sie jeglichen Schimmelbefall in Ihrer Wohnung aus. Sollte dies nicht möglich sein, ziehen Sie baldmöglichst um. Wenn Sie den Eindruck haben, an einem fremden Ort mit Schimmelpilzallergenen belastet zu werden, warten Sie nicht, bis Ihr allergisches Asthma sich meldet, sondern verlassen Sie diesen Ort sofort!



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