Die Allergiker
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Allergiker im Garten


Keine Sorge vor Pollen: Allergiker können sich durchaus mit Gartenarbeit beschäftigen. Mit den richtigen Informationen und gut überlegter Strategie werden auch Sie wieder Freude an der Gartenpflege finden.


Wie Sie Allergene vermeiden


Wenn in der Natur alles in voller Blüte steht, kann dies für Allergiker zum Albtraum werden. Pollen sowie Sporen und Blütendüfte sind Allergene, die bei Allergikern heftige Reaktionen auslösen können. Die vorgenannten Stoffe können über die Hautoberfläche oder über unsere Atemwege aufgenommen werden. Die verbreiteste Allergie ist die Pollenallergie und ist für unterschiedliche Krankheitsformen ursächlich (z.B. Heuschnupfen und Asthma). Aber Allergiker brauchen nicht auf die Gartenarbeit zu verzichten. Generell zu beachten ist: finden Sie die Ursache der Allergie heraus und verzichten Sie auf Pflanzen in Ihrem Garten, gegen deren Pollen Sie allergisch sind. Wenn Sie die folgenden Punkte bei Ihrer Gartenpflege beachten, haben Sie auch als Allergiker viel Freude im Freien.

Wann im Garten arbeiten?


  • Die richtige Zeit für Ihre Gartenpflege als Allergiker hängt von der Art Ihrer Allergie ab. Ist die Umgebung mit für Sie allergenen Pollen oder Sporen belastet, sollten Sie auf Gartenarbeit verzichten.
  • Schöne Tage im Oktober, November und Dezember sind besonders geeignet, um Hartgehölze wie Bäume, Sträucher und Hecken zu schneiden, Umgrabungen vorzunehmen und verblühte Pflanzen zu beschneiden.
  • Auch wenn viele Pflanzenarten rund um die Uhr blühen, können Sie als Allergiker in pollenfreien oder -armen Tagesabschnitten im Garten arbeiten: früh (vor 8.00 Uhr) und an windarmen Tagen gegen Mittag.

Wie sollte Ihr Garten gestaltet sein?


  • Setzen Sie möglichst viele Pflanzen aus der Steingartengestaltung in Ihrem Garten ein. Auf bekannte Allergenpflanzen sollten Sie verzichten.
  • Beim Zurückschneiden von Hecken werden in grossem Umfang anhaftende Pollen freigesetzt. Nässen Sie Ihre Hecke vor Pflegearbeiten daher mit dem Gartenschlauch ordentlich ein. Generell sollten Sie überlegen, ob die Hecke nicht durch einen Zaun ersetzt werden kann.
  • Ihr Rasen (falls vorhanden) ist ein Pollen- bzw. genereller Allergenspeicher. Statt der Rasenfläche können Sie groben Kies aufschütten oder Steinplatten verlegen. Diese Flächen können Sie eindrucksvoll mit Topfpflanzen begrünen.

Welche Pflanzen können verwendet werden?


  • Blütenpflanzen mit sterilen Blüten (z.B. verschiedene Hortensien- und Hyazinthenarten).
  • Pflanzen mit schweren Pollen, wie z.B. Hibiskussträucher.
  • Reizfreie Stauden- und andere Pflanzen, wie z.B. Nachtkerzen, Lupinen, Iris, Lobelien und verschiedene Lilienarten, Kamelien, verschiedene Fuchsienarten, Nelken, Malven oder verschiedene Zitrusarten.
  • Allergenarme Pflanzen wie z.B. Clematis, Azaleen, Rhododendren, Thunbergien oder Prunkwinden.
  • Alle Pflanzen, welche bei der Steingartengestaltung in Frage kommen.

Wie Allergenbelastungen vermeiden?


  • Entfernen Sie unerwünschte Pflanzen so schnell wie möglich, um eine Blüte zu vermeiden. Bedenken Sie, dass auch das Unkrautjäten Pollen und andere Allerge aufwirbelt. Nutzen Sie Zeiten nach Regenfällen oder den frühen Morgen, um solche Arbeiten auszuführen.
  • Wenn es für Sie als Allergiker schon Rasen sein muss - beim Mähen werden massenweise Pollen und andere Allergene aufgewirbelt. Allergiker führen diese Tätigkeit daher nicht an trockenen Tagen durch. Ist der Rasen jedoch zu feucht, verklebt der Grasabschnitt Ihren Rasenmäher. Am besten mähen Sie in den frühen Morgenstunden, tragen Sie zusätzlich eine Staubmaske und eine Skibrille, so sind Sie auf der sicheren Seite.
  • Verzichten Sie auf Dünger für Ihren Rasen. So müssen Sie seltener mähen.
  • Kompost ist Gift für Sie als Allergiker, da er mit allen möglichen Allergenen durchsetzt ist. So sinnvoll ein Komposthaufen auch ist, verzichten Sie besser darauf. Wenn es denn sein muss, verbannen Sie den Komposthaufen in den entferntesten Winkel Ihres Gartens. Das Aufbringen des reifen Komposts sollten Sie besser einem Helfer überlassen. Sollte dies nicht möglich sein, schützen Sie sich mit einer Staubmaske und einer Skibrille. Bedecken Sie möglichst Ihre komplette Haut und Ihre Haare.

Welches Wetter ist ideal für Allergiker?


  • Nach kräftigem Regen und an taureichen Morgen sind die Bedingungen für Sie als Allergiker optimal.
  • Feuchte Tage und windstille Zeiten sind für die Gartenpflege ideal. Viele Blütenstände sind dann geschlossen, so dass weniger Allergene aufgewirbelt werden.
  • Vermeiden Sie als Allergiker jede Form von Gartenarbeit bei sehr trockenem Wetter und bei starkem Wind. Nutzen Sie, wenn möglich, die Zeit nach Regenfällen.
  • Nutzen Sie die speziellen Services und Wettervorhersagen bekannter Wetterportale.
  • Auch als Sonnenallergiker brauchen Sie nicht auf einen Aufenthalt im Freien zu verzichten.


Welche Bekleidung sollten Sie wählen?


  • Kleidung aus Wolle oder Strickereien sollten Sie als Allergiker im Garten nicht anziehen, da Allergene daran besonders hartnäckig haften. Tragen Sie besser glatte und schmutzabweisende Stoffe wie Baumwolle. Bedecken Sie möglichst Ihren gesamten Körper, auch bei grosser Wärme.
  • Schützen Sie Ihre Haare mit einem Hut oder Kopftuch vor Pollen und anderen Allergenen.
  • Mit einer Skibrille schützen Sie Ihre Augen sicher vor Allergenen.
  • Eine handelsübliche Staubmaske oder ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase schützt Ihre Atemwege.
  • Benutzen Sie Ihre Arbeitskleidung nur im Garten.
  • Duschen Sie direkt nach der Gartenarbeit, um Allergene von der Haut und den Haaren zu entfernen.
  • Wenn Ihre Haut besonders empfindlich ist, bedecken Sie diese immer mit Ihrer Arbeitskleidung. Benutzen Sie Handschuhe oder cremen Sie Ihre Haut vor Beginn der Gartenarbeit ein.

Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, können Sie auch als Allergiker Freude an der Garten- pflege haben, ganz ohne laufende Nase und juckende Augen.


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